Die deutsche Stadt Dresden plant, die kurzfristige Vermietung von Wohnungen an Touristen einzuschränken. Der Baubürgermeister Kühn (Grüne) schätzt, dass die Maßnahme rund 700 Wohnungen für die Langzeitvermietung reaktivieren könnte. Die Verordnung schließt bereits als solche ausgewiesene Gewerbeflächen aus. Die Initiative zielt darauf ab, den Druck auf einen Immobilienmarkt zu verringern, der durch die höhere Rentabilität der Touristenvermietung angespannt ist.
Der Algorithmus, der die Wohnungsknappheit kartiert 🏘️
Zur Anwendung der Verordnung ist der Einsatz von urbanen Datenanalysetools vorgesehen, die Tourismuslizenzregister mit Einwohnermeldedaten verknüpfen. GIS-Systeme (Geografische Informationssysteme) werden es ermöglichen, Gebiete mit einer hohen Konzentration von Ferienwohnungen und einem geringen Angebot an traditionellen Mietwohnungen zu identifizieren. Ziel ist es, Stadtteile zu priorisieren, in denen der touristische Druck die Verfügbarkeit für Bewohner verringert. Diese Technologie wird bereits in Städten wie Barcelona oder Amsterdam eingesetzt, um Unregelmäßigkeiten zu erkennen und Wohnungspolitik zu planen.
Der Eigentümer weint, aber mit 500-Euro-Scheinen 💸
Die Besitzer von Ferienwohnungen argumentieren, dass die Maßnahme gegen ihre unternehmerische Freiheit verstößt. Was sie nicht sagen, ist, dass ihre Freiheit darauf beruht, 150 Euro pro Nacht für ein Studio zu verlangen, das sie zuvor für 600 Euro im Monat vermietet haben. Jetzt müssen sie sich entscheiden, ob sie über den Einkommensverlust weinen oder einen traditionellen Mietvertrag akzeptieren. Niemand muss sich sorgen: Sie werden sicherlich Trost in den 700 Wohnungen finden, die auf den Wohnungsmarkt zurückkehren.