Draghi warnt: Europa steht im Wandel globaler Allianzen allein da

15. May 2026 Veröffentlicht | Aus dem Spanischen übersetzt

Der ehemalige italienische Ministerpräsident Mario Draghi hat bei der Verleihung des Karlspreises eine deutliche Warnung ausgesprochen: Die EU muss sich auf ein Szenario vorbereiten, in dem die USA die Sicherheit nicht mehr wie bisher garantieren und China keine verlässliche Alternative darstellt. Diese neue Realität zwingt Brüssel dazu, seine strategischen Abhängigkeiten und seine globale Rolle zu überdenken.

Mario Draghi auf einem Podium des Karlspreises, mit zerbrochener Europakarte und sich entfernenden Schatten der Flaggen der USA und Chinas.

Technologische Souveränität: Die Herausforderung, ohne Abhängigkeiten zu produzieren 🔧

Draghis Warnung wirkt sich direkt auf Sektoren wie Mikrochips, Batterien und Verteidigung aus. Europa ist für fortschrittliche Halbleiter von Asien und für militärische Software von den USA abhängig. Ohne eine wettbewerbsfähige eigene Industrie lässt jede geopolitische Wende die EU entwaffnet zurück. Initiativen wie der Chips Act sind Schritte, aber unzureichend, wenn die lokale Produktion nicht beschleunigt und Engpässe bei kritischen Rohstoffen nicht reduziert werden.

Europa entdeckt, dass Onkel Sam Sicherheit nicht mehr im Angebot hat 🌍

Draghi hat im Grunde gesagt: Leute, wir haben den amerikanischen Regenschirm verloren und der Chinese leiht uns keinen anderen. Also müssen wir uns mit dem behelfen, was wir haben. Währenddessen diskutiert Brüssel, ob der obligatorische USB-C-Ladeanschluss ausreicht, um Souveränität zu demonstrieren. Vielleicht kommt als nächstes eine Armee mit austauschbaren Batterien und einem Panikknopf mit europäischem Siegel.