Rom beherbergt zwei Ausstellungen, die die Kindheit aus gegensätzlichen Blickwinkeln betrachten. Im Palazzo Merulana dokumentiert die Ausstellung How kids roll von Melissa McClaren das Leben von Kindern in Konfliktgebieten, mit besonderem Fokus auf Gaza, begleitet von Gedichten und Fotos von Mahmoud Abu Hamda. Parallel dazu präsentiert das Instituto Cervantes Mafalda & La Pimpa, das erstmals die Comics von Quino und Altan vereint, um zwei komische Perspektiven auf die Realität zu bieten.
Technologie als Zeuge und Übersetzer des kindlichen Traumas 📸
McClarens Ausstellung nutzt hochauflösende visuelle Dokumentationstechniken und digitale Archivsysteme, um grafische Zeugnisse der Kindheit im Krieg zu bewahren. Die Bildverarbeitung und die Audiobearbeitung der Kindergedichte erfordern Postproduktionssoftware, die die Treue zum Kontext gewährleistet. Die Ausstellung verwendet interaktive Touchscreens, damit der Besucher durch das Material navigieren kann – ein technisches Hilfsmittel, das es ermöglicht, in jede Geschichte einzutauchen, ohne die visuelle Wirkung der Originalwerke von Abu Hamda zu verlieren.
Mafalda und La Pimpa: Wenn der Comic löst, was die Politik nicht kann 🍪
Während in einem römischen Palast die Schrecken des Krieges für Kinder ausgestellt werden, lösen im Cervantes zwei Mädchen aus Tinte die Welt mit Einfällen und Comics. Mafalda kritisiert das System und La Pimpa isst ein Eis. Die eine erinnert uns daran, dass die Welt schlecht ist; die andere, dass es egal ist, weil es immer einen Imbiss gibt. Der Weltfrieden wird offenbar besser zwischen Mortadella-Brötchen und existenziellen Fragen eines sechsjährigen argentinischen Mädchens ausgehandelt.