Die 3D-Technologie bietet dem Braumeister präzise Werkzeuge zur Optimierung seiner Prozesse. Vom Design der Gärtanks bis zur Erstellung von Prototypen für Etiketten und Verpackungen ermöglicht die dreidimensionale Modellierung, Fehler vor der Fertigung zu visualisieren und zu korrigieren. Ein klares Beispiel ist das Design eines konischen Gärbehälters: Mit 3D-Software werden sein genaues Volumen und der ideale Neigungswinkel für die Hefesammlung berechnet, was Produktionskosten spart.
Modellierung von Anlagen und Strömungssimulation 🍺
Für das Design eines Maischebottichs oder eines Rohrsystems ermöglichen Programme wie Autodesk Fusion 360 oder SolidWorks die Erstellung von Teilen mit millimetergenauen Toleranzen. Darüber hinaus simulieren Werkzeuge wie Ansys Fluent den Fluss der Würze im Inneren der Anlage und identifizieren Totzonen, in denen sich Bakterien ansammeln könnten. Dies reduziert physische Tests und beschleunigt die Inbetriebnahme neuer Rezepte oder Erweiterungen der Brauerei.
Wie man nicht verrückt wird, wenn man Winkel von Hand misst 📐
Denn ja, man kann die Neigung eines konischen Bodens auch mit einem Plastik-Winkelmesser und einer Prise Glauben berechnen, aber dann bleibt der Hopfen hängen und am Ende hat man ein Bier mit Sockengeschmack. Mit der 3D-Modellierung vermeidet man solche Dramen: Man ändert einen Parameter, das Programm berechnet alles neu und der Gärbehälter ist perfekt. Ach ja, und ohne sich die Wasserwaage vom Schwager leihen zu müssen.