Eine Studie des Zoologen Piotr Jablonski legt nahe, dass die ursprünglichen Flügel der Dinosaurier nicht zum Fliegen entstanden, sondern als Mechanismus, um Beute aufzuscheuchen. Die Hypothese entstand durch die Beobachtung heutiger Vögel, die ihre Federn ausbreiten, um Insekten zu verscheuchen und sie dann zu jagen. Um die Idee zu validieren, entwarf das Team einen Roboter, der auf dem befiederten Dinosaurier Caudipteryx basiert, getauft auf den Namen Robopteryx, und testete ihn mit wilden Heuschrecken in Südkorea. Die Ergebnisse eröffnen eine neue Perspektive auf die Evolution dieser Strukturen.
Robopteryx: Der Roboter, der den prähistorischen Schrecken testet 🦗
Das Team baute Robopteryx aus leichten Materialien und mit einem Mechanismus, der die Flügel- und Federbewegungen von Caudipteryx simuliert. Sie setzten ihn in seinem natürlichen Lebensraum Heuschrecken aus und maßen deren Fluchtreaktionen. Die Daten zeigten, dass die Insekten durch das plötzliche Ausbreiten der Flügel erschreckt wurden, was darauf hindeutet, dass Dinosaurier diese Strategie nutzen konnten, um ihre Beute zu desorientieren, bevor sie sie fingen. Das Experiment kontrollierte Variablen wie die Größe des Roboters und die Geschwindigkeit der Bewegung und lieferte so solide Beweise für Jablonskis Hypothese.
Der Schrecken wirkte, aber der Flug blieb auf der Strecke 😅
Obwohl Robopteryx sich als effektive Vogelscheuche erwies, gelang es ihm nicht, auch nur einen Zentimeter vom Boden abzuheben. Die Heuschrecken flohen, aber der Roboter blieb wie eine Museumsstatue stehen. Es scheint, dass es einfacher war, Insekten zu erschrecken, als die Aerodynamik zu erfinden. Zumindest hatten die befiederten Dinosaurier einen Plan B: Wenn sie nicht fliegen konnten, konnten sie zum Abendessen zumindest einen ordentlichen Schrecken einjagen.