Die Musikwelt verabschiedet sich von Dick Parry, dem Saxophonisten, der den Alben von Pink Floyd die Seele einhauchte. Er starb im Alter von 83 Jahren, und David Gilmour würdigte ihn in den sozialen Medien als einen geliebten Freund und hob seinen authentischen Stil hervor. Parry verewigte Titel wie Shine On You Crazy Diamond, Wish You Were Here, Us and Them und Money. Sein Klang war ein wesentlicher Bestandteil der klanglichen Reise der Band.
Die Technik hinter Parrys analogem Sound 🎷
Um seine Wirkung zu verstehen, muss man sich die Ausrüstung der damaligen Zeit ansehen. Parry verwendete ein Selmer Mark VI Saxophon, einen Klassiker der 60er Jahre, und Bändchenmikrofone wie das RCA 44BX. Im Studio verliehen die analoge Aufnahme und die Röhrenkompression seinem Bläserklang eine warme und dichte Textur. Bei Shine On erzeugten das Bandecho und die spezifische Entzerrung diese räumliche Atmosphäre. Ohne Plugins oder Autotune, alles war Luftdruck und Magnetband.
Wenn Parry mit einer modernen DAW aufgenommen hätte 🎛️
Stellen wir uns Dick Parry mit einer modernen DAW und einem virtuellen Saxophon-Plugin vor. Sicherlich hätte der Produzent 37 Takes verlangt, um das Vibrato mit MIDI zu korrigieren. Dann ein Preset für einen Weltraumkathedralen-Hall. Das Ergebnis: ein so sauberer und steriler Klang, dass selbst Roger Waters ihn nicht wiedererkennen würde. Gut, dass er aufnahm, als Magie noch mit Atem und Band gemacht wurde, nicht mit einer Maus.