Die Mossos d'Esquadra haben zwei Männer im Alter von 46 und 79 Jahren festgenommen, die verdächtigt werden, am vergangenen Samstag in einem Bauernhaus in Reus einen dritten Mann getötet zu haben. Die Meldung über eine Schlägerei ging gegen 14:00 Uhr ein. Bei ihrem Eintreffen fanden die Beamten die Leiche des Opfers mit Anzeichen von Gewalteinwirkung und entdeckten die beiden Tatverdächtigen im Inneren des Gebäudes; einer von ihnen versuchte zu fliehen. Die kriminalpolizeiliche Abteilung (Divisió d'Investigació Criminal, DIC) ermittelt in dem Fall, der unter Geheimhaltung steht.
Forensische Technologie, entscheidend am Tatort 🔍
Die DIC setzt technologische Werkzeuge ein, um die Ereignisse zu rekonstruieren. Die Analyse von Blutspuren mittels 3D-Fotogrammetrie ermöglicht es, die Flugbahn der Schläge zu bestimmen. Darüber hinaus hilft der Einsatz von Fluoreszenz mit forensischem Licht, biologische Flüssigkeiten zu lokalisieren, die mit bloßem Auge nicht sichtbar sind. Die Handys der Festgenommenen werden mit forensischen Extraktionswerkzeugen wie Cellebrite ausgelesen, um nach vorherigen Kommunikationen zu suchen. Es werden auch die Überwachungskameras in der Nähe des Bauernhauses analysiert, um verdächtige Bewegungen vor der Schlägerei zu identifizieren.
Die vereitelte Flucht: Ein Plan mit geringer Download-Geschwindigkeit 🐢
Der 79-jährige Festgenommene versuchte zu fliehen, aber sein Fluchtplan erinnerte an eine ADSL-Verbindung aus den 90ern: langsam und mit geringen Erfolgsaussichten. In einem Alter, in dem der Ruhestand bereits eingetreten ist, verwechselte er vielleicht das Bauernhaus mit einem Altersheim und die Schlägerei mit einer Meinungsverschiedenheit über die Fernbedienung. Was er nicht bedachte, ist, dass sich die Polizei, anders als sein Router, nicht einfach durch Drücken eines Knopfes zurücksetzen lässt. Am Ende war die einzige Flucht die seiner Ausrede.