Die geschäftsführende Präsidentin Venezuelas, Delcy Rodríguez, ist in Den Haag eingetroffen, um vor dem Internationalen Gerichtshof die Souveränität über Guayana Esequiba zu verteidigen, ein 160.000 Quadratkilometer großes Gebiet, reich an Öl, Holz und Mineralien. Dies ist ihre erste Auslandsreise nach der Entführung von Nicolás Maduro am 3. Januar, die von der Europäischen Union trotz der geltenden Sanktionen ausnahmsweise genehmigt wurde.
Satellitentechnologie zur Kartierung des Territorialstreits 🛰️
Zur Untermauerung ihrer Position hat Venezuela hochauflösende Satellitenbilder und geografische Informationssysteme (GIS) eingesetzt, die eine präzise Abgrenzung der historischen Einflussgebiete ermöglichen. Diese Daten, kombiniert mit Topografiemodellen und Analysen natürlicher Ressourcen, sollen eine venezolanische Präsenz in der Region nachweisen. Allerdings nutzt auch Guyana ähnliche Technologien, darunter Drohnen und Radar mit synthetischer Apertur, um das Gebiet zu überwachen und seine Souveränität zu stärken.
Den Haag: wo Anwälte mehr schwitzen als Bergleute 😅
Während Delcy Rodríguez mit Karten und Verträgen argumentiert, fördern im Esequibo illegale Bergleute weiterhin Gold, ohne sich um den Gerichtshof zu kümmern. Die Ironie liegt darin, dass der Rechtsstreit länger dauern könnte als eine venezolanische Regierung, und währenddessen schwinden die Ressourcen. Zumindest reiste die Delegation mit von der EU genehmigten Spesen, auch wenn sich in Caracas viele fragen, ob das Hin- und Rückflugticket eine Versicherung gegen den Verlust der Souveränität beinhaltete.