3D-Modellierung mit Tastatur und Maus empfand ich als Folter. Zwischen unmöglichen Kurven und endlosen Menüs gab ich mehrmals auf. Dann sah ich Yonk in der virtuellen Realität modellieren und alles änderte sich. Ich bekam einen geliehenen Meta Quest 3 von meinem Bruder und probierte Shapelab Lite aus, eine App, die ohne PC funktioniert. Die Erfahrung war direkt: ohne Bildschirm taten die Hände, was der Kopf sich vorstellte.
Die kabellose Revolution: Shapelab Lite und die richtige Hardware 🎮
Shapelab Lite läuft nativ auf dem Headset, ohne von einer externen Grafikkarte abhängig zu sein. Das senkt die Einstiegshürde, schränkt aber die Polygonanzahl ein und es fehlen Funktionen wie die von mir so ersehnte Tonpistole. Dennoch ist der Prozess flüssig. Ich arbeitete am Track Attack-Projekt von Hellavision unter der Leitung von Yonk, bei dem ein Freund und ich eine komplette Animation mit VR-Sculpting erstellten. Schwindel und gelegentliche Abstürze trübten die Flüssigkeit der Arbeit nicht.
Die Tonpistole, die nicht kam (und der gebrauchte PC, der es tat) 🖥️
Shapelab Lite ließ mich mit dem Verlangen nach der verdammten Tonpistole zurück. Monatelang träumte ich davon, wie ein Kind, das ein teures Spielzeug verlangt. Schließlich kaufte ich einen gebrauchten PC, um Medium, die berühmte Anwendung, nutzen zu können. Und da war sie: die Pistole. Ich benutzte sie fünf Minuten, war begeistert, und dann erinnerte ich mich, dass mein Bruder sein Headset zurückhaben will. So ist das mit der modernen Kunst.