Von Untergrund-Strips nach Cannes: BLAISES animierte Odyssee

15. May 2026 Veröffentlicht | Aus dem Spanischen übersetzt

Die Entwicklung von Blaise, einer Schöpfung von Dimitri Planchon aus dem Jahr 2009, ist eine Reise vom französischen Underground-Comic auf die große Leinwand. Der Animationsfilm, der auf dem Filmfestival von Cannes präsentiert wurde, porträtiert einen 16-jährigen Jugendlichen, der in einer dysfunktionalen Pariser Familie gefangen ist, in der seine Mutter nach beruflicher Anerkennung sucht und sein Vater, arbeitslos, mit ständiger Zurückweisung zu kämpfen hat.

Blaise, der französische Underground-Comic, kommt nach Cannes: Ein Jugendlicher in einer dysfunktionalen Pariser Familie.

2D-Animation und vielschichtige Erzählweise 🎬

Die technische Produktion setzte auf traditionelle 2D-Animation mit Strichen, die an den ursprünglichen Stil des Comicstrips erinnern. Planchon verwendete digitale Farbschichten, um den Kontrast zwischen Blaise' Innenleben und dem familiären Chaos hervorzuheben. Das Sounddesign mit ausgeprägten Stillemomenten verstärkt die Kommunikationslosigkeit des Protagonisten. Jede Szene wurde in einem gemächlichen Tempo aufgebaut, sodass die Gesten der Figuren mehr sprechen als die Dialoge.

Kostenlose Familientherapie für alle 😅

Blaise zu sehen ist, als würde man an einer Therapiesitzung teilnehmen, ohne die Zuzahlung leisten zu müssen, obwohl niemand geheilt wird. Die Mutter organisiert Abendessen für Angestellte, die sie verabscheuen, während der Vater sich beim Fernsehen über mangelnden Respekt beklagt. Blaise, der einzig Vernünftige, wünscht sich nur, dass das Sofa ihn verschluckt. Eine unangenehme Komödie, die einen dankbar dafür sein lässt, nicht mit ihnen essen zu müssen.