Night City vergibt nicht, und schon gar nicht, wenn dir ein Chip mit dem Bewusstsein eines terroristischen Rockers in den Schädel gepflanzt wird. Cyberpunk 2077 baut seine Erzählung auf Wendungen auf, die Vs Realität infrage stellen, während der Schatten von Johnny Silverhand über jeder Entscheidung schwebt. Die Grenze zwischen Verbündetem und Feind wird in dieser Cyberpunk-Dystopie verschwommen.
Der narrative Motor: Wie das Relic das Gameplay neu schreibt 🎮
Der Relic-Biochip ist nicht nur ein MacGuffin; er fungiert als Zustandsmaschine, die den Spieler zwingt, sich mit einer in sein System eingebetteten KI auseinanderzusetzen. Technisch gesehen implementiert CD Projekt Red ein System verzweigter Dialoge, die sich je nach Affinität zu Johnny ändern, Missionen modifizieren und Optionen freischalten. Dieses Design miteinander verwobener Zweige erhöht die Wiederspielbarkeit, auch wenn das Tempo manchmal unter der Linearität bestimmter Akte leidet.
Wenn dein schlimmster Feind mietfrei in deinem Kopf wohnt 🧠
Keanu Reeves als mentalen Untermieter zu haben, klingt großartig, bis dir klar wird, dass er nicht mal die Hälfte der Miete für deine Wohnung in Watson zahlen kann. Johnny kritisiert deine Kleidung, deine Entscheidungen und sogar deine Frisur, aber ohne ihn fällt die Handlung in sich zusammen wie ein Reifen in der Badlands-Wüste. Am Ende ist es, als hätte man einen Mitbewohner, der im Wohnzimmer raucht und glaubt, ihm gehöre die Wohnung.