Eine Analyse von Zirkonen in Jack Hills, Australien, deutet darauf hin, dass es bereits vor 4,4 Milliarden Jahren Subduktion in der Region gab, 600 Millionen Jahre früher als bisher angenommen. Allerdings zeigen Zirkone aus Südafrika gleichen Alters eine stabile Kruste, was darauf hindeutet, dass die Plattentektonik kein globales oder synchrones Phänomen war.
Auswirkungen auf die Kontinentalbildung und das frühe Leben 🌍
Die Entdeckung stellt die Modelle der Kontinentalbildung in Frage. Die lokalisierte Subduktion könnte vielfältige geothermische und chemische Umgebungen geschaffen haben. Wenn es so früh tektonische Aktivität gab, hätten Bedingungen für Leben, wie hydrothermale Quellen, bereits vor dem ältesten Fossilienbestand (3,7-4,1 Milliarden Jahre) entstehen können. Dies zwingt zu einer Überprüfung der Habitabilitätsfenster auf der frühen Erde.
Als die Erde sich nicht entscheiden konnte, ob sie tektonisch oder ein stiller Fels sein wollte 🤔
Es scheint, dass die frühe Erde unter geologischer Unentschlossenheit litt: In Australien war die Subduktion bereits in vollem Gange, während in Südafrika die Kruste eine ewige Pause einlegte. Wie bei jedem Bauprojekt arbeiten die einen, während die anderen zuschauen. Zumindest wissen wir jetzt, dass der Planet nicht mit globaler Eile begann, sondern mit regionalen Rhythmen. Fast wie eine Choreographie der Platten mit langsamen Schritten.