Die XIII. Ausgabe der Premios Platino, die in Riviera Maya, Mexiko, stattfand, hinterließ einen bittersüßen Nachgeschmack für das spanische Kino. Mit dreizehn Auszeichnungen von 35 möglichen übertraf die spanische Delegation Argentinien (elf) und Brasilien (neun) in der Anzahl der Preise. Die Nacht gehörte jedoch Brasilien dank El agente secreto von Kleber Mendonça, das die höchsten Ehrungen erhielt: Bester Film, Regie und Drehbuch.
Der technische Motor hinter dem iberoamerikanischen Kino 🎬
Die Vielfalt der narrativen und produktionstechnischen Techniken war bei dieser Ausgabe entscheidend. Während Spanien durch seine Stärke in visuellen Effekten und Szenenbild glänzte, demonstrierte Brasilien mit El agente secreto eine Meisterschaft in digitaler Komposition und Raumklang. Der Film nutzte komplexe Plansequenzen und einen mit einem Zeitcode integrierten Soundtrack, um Action und Emotion zu synchronisieren. Argentinien setzte derweil auf natürliches Licht und Dreharbeiten an Originalschauplätzen, um die Postproduktionskosten zu senken. Der technische Wettbewerb verschärft sich, und die Länder investieren mehr in filmische Forschung und Entwicklung, um auf globaler Ebene zu konkurrieren.
Die, die bei den Platino gewinnen, und die, die das WLAN in Riviera Maya bezahlen 🌐
Während die Filmemacher ihre Trophäen feierten, diskutierten die Veranstaltungsbesucher über die Internetverbindung des Geländes. Denn ja, dreizehn Preise zu gewinnen ist gut, aber das Making-of deines Lieblingsfilms in 4K mit dem Hotel-WLAN herunterzuladen, ist eine andere Heldentat. Und während Brasilien die großen Preise mitnimmt, trösten sich die Spanier mit dem Gedanken, dass zumindest ihre Streaming-Server während der Gala nicht zusammengebrochen sind. Das wahre Drama spielt sich nicht auf dem roten Teppich ab, sondern in der Schlange am Buffet.