Die Brennerautobahn, eine wichtige Route nach Italien, blieb den ganzen Tag über aufgrund eines Protests von Anwohnern gegen den massiven Lkw-Verkehr gesperrt. Im vergangenen Jahr befuhren mehr als 2,4 Millionen Schwerfahrzeuge diese Strecke – eine Zahl, die im Gegensatz zu den 860.000 in der Schweiz steht. Für Autofahrer, die an diesem Ferienwochenende reisen möchten, deutet dies auf mögliche Staus auf Ausweichrouten hin.
Technologie dynamischer Mautgebühren zur Steuerung des Lkw-Verkehrsflusses 🚛
Die technische Lösung zur Verringerung der Auswirkungen des Schwerverkehrs liegt in variablen Mautsystemen. Diese Systeme passen die Tarife in Echtzeit je nach Nachfrage und Tageszeit an und verringern so den Anreiz, zu Spitzenzeiten zu fahren. Gewichtssensoren und Kennzeichenlesegeräte ermöglichen die automatische Erhebung von Zuschlägen für Lastwagen, die bestimmte Lärm- oder Emissionsgrenzwerte überschreiten. Die Schweiz erhebt bereits eine kilometerabhängige Gebühr für Schwerfahrzeuge, was den geringeren Verkehr dort erklärt. Am Brenner könnte eine ähnliche Gebühr Lärmschutzmaßnahmen und Partikelfilter finanzieren.
Anwohner fordern so hohe Mautgebühren, dass Lkw-Fahrer nach Italien fliegen 🚁
Die Anwohner fordern so hohe Gebühren, dass die Lkw-Fahrer statt zu fahren erwägen, eine Drohne zur Überquerung der Alpen zu nutzen. In der Zwischenzeit haben die in Ausweichstaus feststeckenden Autofahrer reichlich Zeit, um über den Lärm der Dieselmotoren nachzudenken, der wie eine verstimmte Heavy-Metal-Band klingt. Vielleicht ist die Lösung eine Maut, die so sehr am Geldbeutel schmerzt, dass die Spediteure es vorziehen, die Fracht per Post zu schicken.