Chapo Trap House: Jahr Eins, eine Anthologie die Vorurteile herausfordert

12. May 2026 Veröffentlicht | Aus dem Spanischen übersetzt

Die Autorin, eine schwarze lesbische Frau, begegnet der grafischen Anthologie Chapo Trap House: Year One, erstellt von Chris Wade und Joel Sinensky mit Kunst von David Cousens, zunächst mit Skepsis. Sie erkennt an, dass die Gruppe der 'dirtbag left' oft unsensibel gegenüber Identitäten wie ihrer ist, nähert sich ihr jedoch mit offenem Geist und entdeckt eine insgesamt solide Arbeit. Von den fünf Geschichten haben drei hervorragende Prämissen, wobei No Pasaran hervorsticht, eine fiktionalisierte historische Erzählung über US-amerikanische Soldaten, die in Spanien gegen den Faschismus kämpfen, mit vielfältigen Charakteren und einer lebendigen Darstellung der Schrecken des Krieges.

Comic-Panel: diverse Soldaten in einem Schützengraben, im Hintergrund die spanische republikanische Flagge, Explosionen und entsetzte Gesichter.

Der kreative Prozess hinter dem Panel: vom Drehbuch zur endgültigen Kunst 🎨

Die Umsetzung dieser Anthologie erforderte eine präzise Koordination zwischen Drehbuchautoren und Zeichner. Wade und Sinensky konstruierten Erzählungen, die zwischen beißendem Humor und historischem Drama pendeln, während Cousens für die Kampfszenen einen klaren Linienstil mit expressionistischen Anklängen anwandte. Die Farbpalette, überwiegend Sepia und Grau in No Pasaran, verstärkt die Atmosphäre des Spanischen Bürgerkriegs. Jede Seite wurde so gestaltet, dass Text und Panel ausbalanciert sind, wobei die Lesbarkeit priorisiert wird, ohne die visuelle Dichte zu opfern, die der politische Comic erfordert.

Wenn die 'dirtbag left' dich mit historischer Vielfalt überraschen 🤯

Die Autorin gibt zu, dass sie ein grobschlächtiges Pamphlet erwartet hatte, aber No Pasaran trat ihr mit queeren Charakteren und People of Color entgegen, die Schulter an Schulter gegen den Faschismus kämpfen. Na ja, selbst eine Gruppe weißer Provokateure kann so manchem eine Lektion in Sachen Repräsentation erteilen. Allerdings verschwindet die anfängliche Skepsis nicht ganz: Man liest und denkt, naja, zumindest haben sie mitten in einem Schützengraben keinen Witz über inklusive Toiletten eingebaut. Ironien der Kunst.