Basilio Rodríguez Cañada verteidigte in Alcázar de San Juan, dass Cervantes kein Museumsautor, sondern ein Chronist unserer Zeit sei. Sein Werk behandelt Themen wie Gerechtigkeit, Freiheit und Identität und verbindet sich mit dem heutigen Publikum durch einen kritischen Blick und intelligenten Humor. Die Veranstaltung wollte zeigen, dass der Quijote weiterhin ein Spiegel ist, in den wir blicken können, ohne Staub und Vitrinen.
Die Aktualität des Quijote im Zeitalter der Algorithmen 🤖
Die cervantinische Erzählung war Konzepten wie erweiterter Realität oder digitaler Simulation voraus. Don Quijote sah keine Riesen, sondern Windmühlen; heute zeigen uns Algorithmen verzerrte Versionen der Welt. Das Werk wirft Fragen zu Identität und Wahrnehmung auf, die in der Entwicklung künstlicher Intelligenz und der Metaversen nachhallen. Cervantes erforschte bereits die Kluft zwischen Realem und Virtuellem, ohne eine einzige Cloud-Server zu benötigen.
Cervantes, der erste Influencer ohne WLAN 📱
Rodríguez Cañada erinnerte daran, dass Cervantes Humor als Waffe des Massenbaus einsetzte, etwas, das heutige Content-Ersteller mit Memes und Katzenvideos nachzuahmen versuchen. Aber der Einarmige von Lepanto brauchte keine Likes oder Stories: Mit einer Feder und zwei Figuren schuf er den ersten literarischen Spin-off der Geschichte. Allerdings hieß sein Engagement-Algorithmus Ironie und funktionierte besser als jedes TikTok.