Der Richter Ismael Moreno, der im Fall Koldo am Nationalen Gerichtshof (Audiencia Nacional) vorsitzt, hat den Geschäftsmann Víctor de Aldama und Koldo García, den ehemaligen Berater des Ex-Ministers José Luis Ábalos, für diesen Donnerstag vorgeladen. Die Vorladung als Beschuldigte erfolgt aufgrund eines Berichts der UCO der Guardia Civil über Verträge für Sanitätsmaterial auf den Balearen, die mit dem mutmaßlichen Masken-Netzwerk in Verbindung stehen, das die PSOE und die balearische Regierung belastet.
Die digitale Spur der Verträge: Wie die UCO Datenanalysen einsetzte 🔍
Die Zentrale Operative Einheit (UCO) hat Techniken der digitalen Forensik eingesetzt, um das Geflecht der Verträge zu entwirren. Durch den Abgleich von Datenbanken, Ausschreibungsregistern und die Rückverfolgung von Zahlungen haben die Beamten verdächtige Muster bei den Auftragsvergaben an die Unternehmen von Aldama identifiziert. Der Einsatz von KI-Software zur Erkennung von Anomalien in Ausschreibungsunterlagen und Rechnungen war laut Justizkreisen entscheidend, um die Fäden eines Netzwerks zu verbinden, das mit elektronischen Rechnungen und verschlüsselter Kommunikation operierte.
Das Masken-Netzwerk: Das Geschäft, das ohne Beatmungsgeräte und mit vielen Fragezeichen zurückließ 😷
Während die UCO jeden Euro der Verträge verfolgt, fragt man sich, ob diese Geschäftsleute glaubten, Masken zu kaufen sei wie ein Menü des Tages zu bestellen. Es stellt sich heraus, dass das Menü Aufpreise, Provisionen und einen Lieferservice beinhaltete, der nie ankam. Aldama und Koldo werden erklären müssen, ob das Sanitätsmaterial in einem schwarzen Loch verschwand oder ob es einfach der Wind verwehte – derselbe Wind, der nun stark durch die Audiencia Nacional weht.