Caravaggio im Film: Das Licht von Storaro

12. May 2026 Veröffentlicht | Aus dem Spanischen übersetzt

Vittorio Storaro, Kameramann von Apocalypse Now und Der letzte Kaiser, erklärt, wie die Malerei Caravaggios seinen Ansatz des Helldunkels definiert. Für ihn beleuchtet Licht nicht nur, sondern offenbart Emotionen und dramatische Spannung – ein direktes Erbe des Meisters des barocken Tenebrismus.

Caravaggio und Storaro vereint: Licht, das Emotionen offenbart, barockes Helldunkel im Kino.

Lichttechnik: Von der Leinwand zum Filmbild 🎬

Storaro wendet das caravaggeske Helldunkel mit einzelnen Lichtquellen und extremen Kontrasten an, wie in Der große Irrtum. Der Kameramann verwendet Gelatinefolien und Diffusoren, um das natürliche, harte Licht Caravaggios nachzuahmen und tiefe Schatten zu erzeugen, die die Gesichter formen. Diese in seinen Memoiren dokumentierte Methode zielt darauf ab, dass jede Einstellung die gleiche visuelle Spannung wie ein Gemälde des Malers besitzt.

Das Drama, wie ein Barockmaler zu beleuchten 🎭

Klar, Caravaggio im Kino anzuwenden, hat seine Tücken. Man kann von einem Schauspieler nicht verlangen, 12 Stunden stillzuhalten wie ein Modell aus dem 17. Jahrhundert, noch erwarten, dass der Catering-Service Trauben und hartes Brot serviert. Storaro musste sich mit LED-Scheinwerfern und Schauspielern begnügen, die sich zumindest nicht so sehr beschwerten wie die Heiligen auf den Gemälden.