Fünftausendfünfhundert Jahre altes Minenlager in den Pyrenäen entdeckt

05. May 2026 Veröffentlicht | Aus dem Spanischen übersetzt

Archäologische Forschungen in den Pyrenäen haben ein mögliches Bergbaulager von etwa 5500 Jahren Alter in einem Hochgebirgsgebiet lokalisiert. Der Fund umfasst Steinwerkzeuge und Überreste von Strukturen, die auf eine temporäre Siedlung im Zusammenhang mit der Kupfergewinnung hindeuten. Diese Entdeckung zeigt, dass neolithische Gemeinschaften bereits in hohen Lagen mineralische Ressourcen abbauten, was die Vorstellung widerlegt, dass diese Praktiken ausschließlich späteren Epochen vorbehalten waren. Die Analysen von Hämmern und Ambossen ermöglichen eine Datierung des Lagers in die Kupfersteinzeit (Chalkolithikum), eine Übergangsperiode zur Bronzezeit.

Luftaufnahme eines neolithischen Bergbaulagers in den Pyrenäen, mit Steinwerkzeugen und Strukturresten neben einem felsigen Berg.

Steinwerkzeuge und Abbautechniken der Kupfersteinzeit 🪨

Die Experten haben eine Reihe von Steinwerkzeugen identifiziert, wie Schlaghämmer und Granitambosse, die zum Zerkleinern und Verarbeiten von Kupfererz verwendet wurden. Die Abnutzungsspuren deuten auf eine intensive Nutzung und eine Abbautechnik durch direktes Schlagen auf oberflächliche Adern hin. Die Anordnung der Strukturen, mit Trockenmauerwerk und möglichen Schmelzbereichen, deutet auf ein saisonales Lager mit organisierter Arbeit hin. Diese Daten ermöglichen die Rekonstruktion von Bergbauprozessen, die trotz ihres Alters ein praktisches Wissen über die beginnende Metallurgie in schwer zugänglichen Gebieten zeigen.

Neolithische Nachbarn: laut und ohne Lärmbeschwerden 😄

Stell dir die Szene vor: Vor 5500 Jahren, mitten in den Pyrenäen, beschließt eine Gruppe neolithischer Nachbarn, eine Kupfermine zu eröffnen. Ohne Gemeindeverordnung und ohne Ruhezeiten verbringen sie den ganzen Tag damit, in 2000 Metern Höhe auf Steine zu hämmern. Währenddessen ziehen die Hirsche und Wildschweine der Gegend, ohne das Recht, sich über Lärmbelästigung zu beschweren, einfach ins nächste Tal um. Zumindest hinterließen diese Bergleute keinen Plastikmüll oder Lithiumbatterien. Nur Steine, viel Mühe und ein Lager, das uns fünf Jahrtausende später daran erinnert, dass harte Arbeit zeitlos ist.