Burdeos entkrautet, Montpellier umarmt den urbanen Dschungel

12. May 2026 Veröffentlicht | Aus dem Spanischen übersetzt

Die neue Stadtverwaltung von Bordeaux hat ein Programm zur Unkrautbeseitigung auf Gehwegen gestartet, um sauberere und zugänglichere Straßen zu erreichen. Parallel dazu erwägt Montpellier die Erweiterung seines ersten wilden Bezirks, eines Gebiets, in dem die Vegetation ohne menschliches Eingreifen wächst. Dieser Kontrast spiegelt eine städtische Debatte über den Raum wider, den Wildpflanzen einnehmen sollen, zwischen der Notwendigkeit von Ordnung und der Förderung der Biodiversität in der Stadt.

Zwei städtische Straßen im Kontrast: eine in Bordeaux mit sauberen, unkrautfreien Gehwegen und eine in Montpellier, wo der wilde Dschungel Gebäude umarmt.

Sensoren und Drohnen zur Messung invasiver Vegetation 🌿

Die Bewirtschaftung spontaner Vegetation erfordert heute technologische Werkzeuge. Bordeaux setzt Feuchtigkeitssensoren und Drohnen mit Multispektralkameras ein, um invasive Arten zu identifizieren, bevor sie Abflüsse oder Gehwege blockieren. In Montpellier werden GIS-Kartierungssysteme verwendet, um Nicht-Interventionszonen abzugrenzen, sodass einheimische Pflanzen mit gebietsfremden Arten konkurrieren können. Diese Daten helfen bei der Planung selektiver Schnitte und der Bewertung der Auswirkungen auf die lokale Fauna, wie Bestäuberinsekten und Stadtvögel.

Der Efeu, der Bürgermeister werden will 🌸

Während die Techniker in Bordeaux schwer schwitzen, um Unkraut zu jäten, fordern die Gänseblümchen in Montpellier bereits einen Gemeindehaushalt für die Installation von Sonnensegeln. Die Natur, die keine Bezirksämter kennt, nimmt ihren Lauf: Das Unkraut aus Bordeaux macht Wahlkampf, um in den wilden Bezirk umzuziehen, wo es ungestört von Rasenmähern leben könnte. Am Ende ist nur sicher, dass Pflanzen keine Steuern zahlen, aber mehr Platz einnehmen als so mancher Politiker.