Bordeaux entkrautet, Montpellier umarmt den urbanen Dschungel

11. May 2026 Veröffentlicht | Aus dem Spanischen übersetzt

Die neue Stadtverwaltung von Bordeaux hat ein Programm zur Unkrautbeseitigung auf Gehwegen gestartet, um sauberere und zugänglichere Straßen zu schaffen. Parallel dazu erwägt Montpellier die Erweiterung seines ersten wilden Bezirks, eines Gebiets, in dem die Vegetation ohne menschliches Eingreifen wächst. Dieser Kontrast spiegelt eine städtische Debatte über den Raum wider, den Wildpflanzen einnehmen sollen, zwischen dem Bedürfnis nach Ordnung und der Förderung der Biodiversität in der Stadt.

Zwei städtische Straßen im Kontrast: eine in Bordeaux mit sauberen, unkrautfreien Gehwegen und eine in Montpellier, wo die wilde Natur Gebäude umarmt.

Sensoren und Drohnen zur Messung invasiven Unkrauts 🌿

Die Bewirtschaftung spontaner Vegetation erfordert nun technologische Werkzeuge. Bordeaux setzt Feuchtigkeitssensoren und Drohnen mit Multispektralkameras ein, um invasive Arten zu identifizieren, bevor sie Abflüsse oder Gehwege blockieren. In Montpellier werden GIS-Kartierungssysteme verwendet, um Nicht-Interventionszonen abzugrenzen, sodass einheimische Pflanzen mit gebietsfremden Arten konkurrieren können. Diese Daten helfen bei der Planung selektiver Schnitte und der Bewertung der Auswirkungen auf die lokale Fauna, wie bestäubende Insekten und Stadtvögel.

Der Efeu, der davon träumt, Bürgermeisterin zu sein 🌸

Während die Techniker in Bordeaux schwer schwitzen, um Unkraut zu jäten, fordern die Gänseblümchen in Montpellier bereits einen kommunalen Haushalt für die Installation von Sonnensegeln. Die Natur, die keine Bezirksämter kennt, nimmt ihren Lauf: Das Unkraut in Bordeaux macht Wahlkampf, um in den wilden Bezirk umzuziehen, wo es leben könnte, ohne von Rasenmähern gestört zu werden. Am Ende ist das Einzige sicher, dass Pflanzen keine Steuern zahlen, aber mehr Platz einnehmen als so mancher Politiker.