Der Regisseur von Parasite wagt mit Ally den Sprung in die Welt der Animation – ein Film über einen Tintenfisch, der danach strebt, die Sonne zu sehen und die Hauptrolle in einer Dokumentation zu spielen. Mit einem Sprechercast, der Ayo Edebiri, Bradley Cooper und Werner Herzog umfasst, verspricht die Geschichte eine ozeanische Reise voller Wendungen. Der Kinostart ist für 2027 geplant, und schon jetzt weckt der Film Erwartungen durch seinen unkonventionellen Ansatz.
Die Animation sucht realistische Texturen für einen digitalen Ozean 🌊
Das technische Team von Bong Joon-ho hat eine spezielle Rendering-Engine entwickelt, um die Biolumineszenz des Südpazifiks und die schleimige Textur des Protagonisten zu simulieren. Priorisiert wurde ein visueller Stil, der flachen Fotorealismus vermeidet und stattdessen auf Pinselstriche setzt, die an marine Aquarelle erinnern. Motion Capture wurde nur bei Landtieren angewendet, um einen Kontrast zur organischen Fließfähigkeit der Wasserwesen zu schaffen. Das Ergebnis soll funktional sein, nicht revolutionär.
Werner Herzog leiht seine Stimme einem philosophierenden Einsiedlerkrebs 🦀
Denn wenn jemand einen Krustentier über die existenzielle Leere des Meeresbodens nachdenken lassen kann, dann ist es Herzog. Seine Figur, ein Krebs mit geliehenem Panzer, wird Lektionen in Nihilismus erteilen, während der Tintenfisch Ally einfach nur an die Oberfläche will. Das Ironischste daran: Mit dieser Besetzung wird die Dokumentation, von der die Protagonistin träumt, am Ende dramatischer sein als Parasite. Zumindest gibt es keine Treppen.