Exoskelette und Gehirn-Computer-Schnittstellen versprechen, die menschliche Mobilität zu revolutionieren. Wie Eliza Strickland im Biomedical Magazine jedoch anmerkt, stehen diese Technologien vor ihrer wahren Herausforderung, wenn sie kontrollierte Umgebungen verlassen. Die Frage ist nicht, ob sie funktionieren, sondern ob sie das Chaos der realen Welt überleben.
Schnittstellen, die mit der Realität kollidieren 🤖
Ein perfekter bionischer Arm im Labor kann versagen, wenn er in einer lauten Küche ein nasses Glas greifen soll. Gehirn-Computer-Schnittstellen benötigen ständige Kalibrierung und vertragen alltägliche elektromagnetische Störungen schlecht. Zudem stolpern industrielle Exoskelette, die für repetitive Bewegungen ausgelegt sind, über unebene Oberflächen. Robustheit und Wartung bleiben nach wie vor Baustellen.
Das Exoskelett und der tückische Bürgersteig 🦿
Einem Exoskelett-Prototypen auf einer Messe beim Tanzen zuzusehen, ist hübsch. Ihn an einem regnerischen Montag beim Versuch zu beobachten, einen nassen Bordstein zu erklimmen, ist schon eine Komödie. Die Ingenieure vergessen, dass die reale Welt kaputte Treppen, freilaufende Hunde und Kinder auf Rollern hat. Die Bionik ist vielversprechend, aber sie muss erst lernen, nicht gleich beim ersten Schlagloch auf die Nase zu fallen.