Der französische Minister Jean-Noël Barrot landet zu einem heiklen Zeitpunkt für die Region in den Golfstaaten. Seine Agenda verbindet Sicherheitsdiplomatie mit der Suche nach Partnern für eine europäische Verteidigungsautonomie, während die Spannungen mit dem Iran und die Instabilität im Jemen die geopolitische Landschaft prägen.
Drohnen und Radare: Die französische Technologie sucht ihren Platz in der Wüste 🛡️
Frankreich bietet Luftverteidigungssysteme wie das SAMP/T und Rafale-Kampfflugzeuge an, konkurriert jedoch mit Giganten wie den USA und China. Barrot strebt Abkommen über Langstreckenradarstationen und taktische Drohnen an. Der Golf fordert digitale Abschirmung und Cybersicherheit – Bereiche, auf die Paris mit seiner Industrie setzt, obwohl die Verträge aufgrund der lokalen Bürokratie oft Jahre brauchen, um abgeschlossen zu werden.
Europäische Verteidigungsautonomie, oder wie man Baguettes in einem Eisenwarenladen verkauft 🥖
Barrot versucht zu erklären, dass Europa von niemandem abhängig sein will, aber am Golf fragt man sich, ob die französische Autonomie auch Ersatzteile beinhaltet, falls der Rafale mitten in einem Sandsturm ausfällt. Die Scheichs hören höflich zu, während sie den Katalog amerikanischer Raketen durchblättern. Am Ende ist Frankreichs bestes Argument vielleicht, beim Geschäftsessen Wein anzubieten.