Der chinesische Hersteller Bambu Lab sieht sich einer formellen Untersuchung wegen Verstoßes gegen die AGPLv3-Lizenz ausgesetzt, nachdem er eine Unterlassungsaufforderung an den Entwickler Paweł Jarczak gesendet hatte. Dieser wurde gezwungen, einen Fork von OrcaSlicer zu entfernen, der Cloud-Druckfunktionen wiederherstellte, was in der 3D-Druck-Community für Kontroversen sorgte.
Die AGPLv3-Lizenz und die Software-Ableitung 🔍
Bambu Studio leitet sich direkt von PrusaSlicer und Slic3r ab, die beide unter AGPLv3 lizenziert sind. Diese Lizenz verlangt, dass jedes abgeleitete Werk den Quellcode offen hält und seine Änderungen verteilt. Durch die Nutzung der Software zur Erstellung von Bambu Studio hat das Unternehmen diese Bedingungen akzeptiert. Nun könnte der Versuch, Forks zu entfernen, die entfernte Funktionen wiederherstellen, gegen genau die Lizenz verstoßen, die es ihm ermöglichte, sein Basisprodukt zu erstellen.
Der Fork, der zurückkam, um Bambu Lab zu ärgern 🔄
Es scheint, dass die Philosophie der Open-Source-Software wie ein Bumerang ist: Sie kommt immer zurück, und manchmal trifft sie einen im Nacken. Der Entwickler Jarczak stellte lediglich Funktionen wieder her, die bereits existierten, aber Bambu Lab fühlte sich so sehr beleidigt, dass es deren Entfernung forderte. Nun wartet die Community darauf, dass der Hersteller lernt, dass man die Tür nicht schließen kann, wenn die Wand bereits eingerissen wurde.