Die Astrobiologin Loes ten Kate hat in Nature Astronomy eine Warnung veröffentlicht, die die Grundlagen der Exobiologie erschüttert. Sie argumentiert, dass unsere Methoden zur Suche nach außerirdischem Leben auf erdähnliche Formen ausgerichtet sind. Dieser Ansatz, der auf unserer eigenen Biochemie basiert, könnte zu falsch-negativen Ergebnissen führen und tatsächliche Beweise für außerirdische Organismen übersehen, mit kritischen Folgen für die Weltraumforschung.
Marsmineralien und der Kohlenstoff-Bias 🪐
Ten Kate weist darauf hin, dass bestimmte Mineralien auf dem Mars eine atypische Oxidation aufweisen, ein möglicher Hinweis auf biologische Prozesse, die von unseren Instrumenten nicht erfasst werden. Die Voreingenommenheit hin zu Leben auf Kohlenstoff- und Flüssigwasserbasis schränkt die Fähigkeit ein, alternative Stoffwechselwege zu identifizieren. Wenn wir diese Voreingenommenheit nicht korrigieren, könnten wir vorzeitig Ressourcen auf anderen Planeten ausbeuten und Ökosysteme zerstören, die wir nicht als lebendig erkennen. Die aktuelle Technologie muss ihr Detektionsspektrum erweitern, um diesen Fehler zu vermeiden.
Die NASA sucht Nachbarn, aber nur, wenn sie einen Kohlenstoffanzug tragen 🤖
Stellen Sie sich einen siliziumbasierten Marsianer vor, der an die Tür des Curiosity-Rovers klopft, und der Rover ignoriert ihn, weil er keine DNA hat. Loes ten Kate erinnert uns daran, dass wir wie ein Fischer sind, der nur Netze für Fische auswirft, sich aber beschwert, dass das Meer leer ist. In der Zwischenzeit könnten wir den Garten eines schwefelsäurebasierten Aliens umpflügen. Beim nächsten Mal besser ein Schild mit der Aufschrift mitnehmen: Leben gesucht, aber seid nicht wählerisch 😉.