Seit einem Jahrzehnt beschleunigen die Länder Zentralasiens den Abriss ihres sowjetischen Architekturerbes. Gebäude, die einst Symbole von Macht und Ideologie waren, werden niedergerissen oder aufgegeben, während die Regierungen nationalen Denkmälern Vorrang einräumen. Der Mangel an Mitteln und der Wunsch, sich von Moskau zu distanzieren, treiben diesen städtischen Wandel voran, der als Schritt zur Modernisierung und zur Bekräftigung kultureller Souveränität gesehen wird.
Der sowjetische Stahlbeton ergibt sich dem digitalen Presslufthammer 🏗️
Der Abriss ist nicht nur physisch, sondern auch digital. Die lokalen Regierungen ersetzen die Baupläne sowjetischer Gebäude durch 3D-Modelle neuer nationaler Strukturen. Drohnen werden eingesetzt, um verlassene Industriegebiete zu kartieren, und BIM-Software wird verwendet, um Kulturzentren zu entwerfen, die die kommunistische Vergangenheit auslöschen. Die Baustoffabfallwirtschaft wird mit Recycling-Algorithmen optimiert, während die historischen Archive dieser Bauwerke in Repositorien mit eingeschränktem Zugang verlegt werden. Der Stahlbeton der 1950er Jahre weicht Glas- und Stahlfassaden.
Denkmalschützer weinen, während der Kran das Gebäude fortträgt 😢
Während die Denkmalschützer ihre Kleider zerreißen und Gedichte über die Schönheit des Brutalismus rezitieren, applaudiert die Mehrheit der Bevölkerung der Ankunft des Krans. Schließlich, wozu ein Gebäude erhalten, das wie ein sowjetischer Plattenbau aussieht, wenn man eines haben kann, das wie ein chinesisches Einkaufszentrum aussieht. Aber ja, dass jemand die Lenin-Statue im Park rettet, die taugt wenigstens dafür, dass Touristen ironische Selfies damit machen.