Mehr als 300 Straßen im Westen Ungarns weisen laut aktuellen Messungen eine Asbestbelastung auf. Der Geologe Tamás Weiszburg warnt, dass seit acht bis zehn Jahren Steine aus österreichischen Minen transportiert wurden, wodurch krebserregende Fasern in Gebieten wie dem Oladi-Plateau in Szombathely verteilt wurden. Diese Fasern umgehen beim Einatmen die körpereigenen Abwehrkräfte und können nach jahrzehntelanger Exposition Krebs verursachen.
Die Technologie zur Fasererkennung in Straßenbaumaterialien 🛠️
Die Identifizierung von Asbest in Straßen erfordert Rasterelektronenmikroskopie und Röntgenbeugung, Methoden, die Fasern von anderen Mineralien unterscheiden. Im Labor werden die Asphaltproben zerkleinert und auf Krokydolith oder Amosit untersucht. Das technische Problem liegt jedoch darin, dass Asbest als Zuschlagstoff in Tragschichten und nicht in der Deckschicht verwendet wurde, was den Nachweis ohne Bohren des Belags erschwert. Die Faserdispersion stellt eine Herausforderung für die Sanierungsteams dar.
Der Asphalt, den du atmest: Straßen mit Nebenwirkungen 😷
Die Ungarn können jetzt damit prahlen, Straßen zu haben, die einen nicht nur nach Hause bringen, sondern einen auch in den Bronchien begleiten. Mit Asbest als Zuschlagstoff ist jede Schlagloch eine Erinnerung daran, dass der Staub nicht nur das Auto verschmutzt, sondern einem auch jahrzehntelang Gesellschaft leistet. Allerdings, wenn man langsam fährt, geben einem die Fasern vielleicht Zeit, über den nächsten ärztlichen Check nachzudenken.