Seit dem 29. Mai zeigt das Teatro del Giglio in Lucca eine Ausstellung, die Giorgio Armani mit der siebten Kunst verbindet. Fünfzig Originalentwürfe, Presseausschnitte und Filmplakate zu Filmen wie American Gigolo und Annie Hall bilden den Rundgang. Hervorzuheben ist ein Anzug, den Richard Gere trug. Die Stücke, die aus dem Fondo Giorgio Armani in Parma stammen, zeigen, wie das Kino die Ästhetik des italienischen Designers prägte.
Das Archiv von Parma als visuelle Datenbank 🎬
Der Fondo Giorgio Armani in Parma mit 8.000 unveröffentlichten Stücken aus den 70er und 80er Jahren fungiert als technisches Archiv filmischer Referenzen. Jede Skizze und jeder Ausschnitt dokumentiert, wie Armani auf der Leinwand gesehene Texturen und Silhouetten in seine Kollektionen übersetzte. Die Ausstellung wählt 50 dieser Elemente aus, um den kreativen Entwicklungsprozess zu zeigen. Es handelt sich nicht um eine chronologische Schau, sondern um eine Analyse, wie das Kino Designentscheidungen und die Textilproduktion jener Zeit beeinflusste.
Vom Laufsteg ins Kino und zurück in den Kleiderschrank 👔
Armani kleidete Richard Gere ein, und dann kleidete Gere Armani. Ein positiver Kreislauf, der nun in einer Vitrine in Lucca endet. Unterdessen ergänzt das Lucca Fashion Weekend die Ausstellung mit Circular Fashion und Hommagen an Turandot und das Atelier Ricci. Das heißt, wenn Sie keinen Smoking aus den 80ern haben, können Sie immer noch einen Ihres Großvaters recyceln und behaupten, es sei eine Hommage an das italienische Kino. Niemand wird den Unterschied bemerken.