Eine in Nature Communications veröffentlichte Studie zeigt, dass Antikörper, die während der Schwangerschaft und Stillzeit von der Mutter auf das Kind übertragen werden, das Risiko von Parodontalerkrankungen im Erwachsenenalter verringern. Diese Antikörper programmieren das orale Immunsystem des Babys darauf, harmlose Bakterien von Krankheitserregern zu unterscheiden, und greifen gezielt die Familie Pasteurellaceae an, die mit aggressiver Parodontitis in Verbindung gebracht wird. Die Entdeckung eröffnet Wege für präventive Strategien während der Schwangerschaft.
Wie die orale Immunität von der Gebärmutter an programmiert wird 🦷
Der beschriebene Mechanismus beinhaltet, dass mütterliche Antikörper Krankheitserreger nicht nur vorübergehend neutralisieren, sondern eine frühe Immuntoleranz im Zahnfleischgewebe etablieren. Dies ermöglicht es dem Immunsystem des Neugeborenen, zu lernen, nicht auf kommensale orale Bakterien zu reagieren, während es die Fähigkeit behält, schädliche anzugreifen. Die Forscher identifizierten, dass die Exposition gegenüber spezifischen IgG-Antikörpern gegen Pasteurellaceae während des kritischen Fensters der Immunentwicklung der Schlüssel zu diesem dauerhaften Schutz ist.
Deine Mutter hat es dir schon gesagt: Putz dir die Zähne, aber mit Antikörpern 😁
Es stellt sich heraus, dass der klassische Ratschlag von Mama, sich dreimal täglich die Zähne zu putzen, nicht ausreicht. Jetzt zeigt die Wissenschaft, dass nicht nur die Bürste wichtig ist, sondern die Antikörper, die sie dir bereits ohne zu fragen verabreicht hat. Während du dachtest, du hättest ihr Lächeln geerbt, hast du tatsächlich ein Bataillon von Anti-Pasteurellaceae-Abwehrkräften geerbt. Wenn du also noch gesundes Zahnfleisch hast, weißt du, wem du danken musst (und das ist nicht der Zahnarzt).