Die Schauspielerin Anna Castillo spielt die Hauptrolle in Se tiene que morir mucha gente, einer Serie, die am 21. Mai auf Movistar Plus+ startet. Die von Victoria Martín entwickelte und auf ihrem Roman basierende Fiktion folgt Bárbara, einer Frau, die von Benzodiazepinen und Frustration gefangen ist. Castillo kritisiert, dass der Zugang zu psychischer Gesundheit ein Privileg sei und der Mangel an Ressourcen zu Selbstmedikation oder Psychiatern führe, die Emotionen unterdrücken.
Der Algorithmus der Angst: Apps und Rezepte auf die Schnelle 🧠
Die Serie spiegelt ein reales Problem wider: psychische Gesundheit, behandelt wie ein Produkt des schnellen Konsums. Im technologischen Bereich schießen Meditations-Apps und Online-Therapieplattformen aus dem Boden, die Lösungen in zehn Minuten versprechen. Aber der Zugang zu qualifizierten Fachkräften bleibt teuer und knapp. Währenddessen überweisen die öffentlichen Gesundheitssysteme Patienten zu fünfzehnminütigen Sitzungen, in denen es am einfachsten ist, ein Beruhigungsmittel zu verschreiben. Technologie ersetzt nicht die Zeit oder die Aufmerksamkeit, die ein Geist in der Krise benötigt.
Pillen zum Vergessen, WLAN zum Erinnern 📱
Bárbara nimmt ihr Benzodiazepin und kann sich kurz darauf nicht einmal mehr an den Namen ihrer Katze erinnern. Aber hey, die Pille ist zumindest billiger als ein Psychologe. Während wir darauf warten, dass das öffentliche Gesundheitswesen in die Gänge kommt, können wir ja immer eine Achtsamkeits-App herunterladen, die uns daran erinnert, dass es uns schlecht geht. Allerdings: Wenn du das Premium-Abo bezahlst, wird dir der Algorithmus sagen, dass deine Angst am Klimawandel liegt. Ganz personalisiert.