Am 4. Mai stellte Amazon Amazon Supply Chain Services (ASCS) vor, einen Dienst, der sein globales Logistiknetzwerk für jedes Unternehmen öffnet, nicht nur für Verkäufer seines Marktplatzes. Mit multimodaler Fracht, Lagerung und Vertrieb tritt Amazon direkt gegen Giganten wie UPS und FedEx an und versucht, den Erfolg von AWS in der Cloud zu wiederholen.
Die Logistikinfrastruktur als skalierbarer Dienst 🚚
ASCS basiert auf der Flächendeckung des Amazon-Netzwerks mit Verteilzentren, LKW- und Luftflotten sowie Routenoptimierungsalgorithmen. Das Unternehmen vergleicht den Dienst mit AWS und bietet Lager- und Versandkapazität auf Abruf. Für Unternehmen bedeutet dies, die Logistik an eine Plattform auszulagern, die bereits Millionen von Paketen pro Tag abwickelt, mit wettbewerbsfähigen Tarifen und Echtzeitverfolgung.
Und wer liefert jetzt die Pakete der Konkurrenz aus? 📦
Die Ironie besteht darin, dass Amazon seinen Rivalen nun dieselbe Logistik anbietet, die es früher nutzte, um sie zu zermalmen. Während UPS und FedEx Blut und Wasser schwitzen, können kleine Händler Produkte mit dem Amazon-Siegel versenden, auch wenn der Zusteller in einem unmarkierten Lieferwagen ankommt. Als Nächstes wird Jeff Bezos wohl seine Lastwagen an DHL vermieten. Der Kapitalismus, meine Damen und Herren, ist eine Überraschungskiste mit Prime.