Die deutsche Polizei plant, europäische und Open-Source-Technologielösungen zu priorisieren, um die Abhängigkeit von ausländischen Anbietern zu verringern. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der AfD-Fraktion im Bundestag hervor. Derzeit nutzen mehrere Landespolizeien Software des US-Konzerns Palantir, was aufgrund möglicher Datenschutzrisiken und technologischer Abhängigkeit Kritik hervorgerufen hat.
Open Source und Datensouveränität im Polizeibereich 🔒
Der Wechsel zu Open-Source-Tools beinhaltet die Überprüfung des Quellcodes und die Sicherstellung, dass keine Hintertüren existieren. Die Interoperabilität zwischen Bundes- und Landessystemen ist ebenso entscheidend wie die Verwendung robuster Verschlüsselung und lokaler Speicherung. Ziel ist es, dass sensible Daten die Europäische Union nicht verlassen. Der Übergang erfordert technische Schulungen und den schrittweisen Austausch proprietärer Lizenzen, wobei die Fristen von der Regierung noch nicht festgelegt wurden.
Abschied von Palantir, hallo deutsche Bürokratie 🐌
Die Entscheidung klingt in den Schlagzeilen gut: technologische Souveränität, sichere Daten, Europa zuerst. Aber jeder, der schon einmal einen deutschen Beamten gesehen hat, der einen Kugelschreiber mit drei Formularen beantragt, weiß, dass der Wandel langsam sein wird. In der Zwischenzeit werden die Beamten weiterhin Excel zur Verfolgung von Straftätern nutzen, und russische Hacker haben reichlich Zeit, ihre Lebensläufe zu aktualisieren. Palantir geht, aber die Bürokratie bleibt.