Agenda cultural: Street diary, Paladino und Bertini in Mailand und Lecce

15. May 2026 Veröffentlicht | Aus dem Spanischen übersetzt

Das italienische Kulturangebot erweitert sich über die üblichen Kreise hinaus. In Mailand zeigt die Leica Galerie Street diary von Phil Penman, eine Reise durch die Straßenfotografie New Yorks und anderer Städte. Parallel dazu beherbergt der Palazzo Citterio Paladino mit der vollständigen Serie Dormienti von Mimmo Paladino, einer Installation von Terrakotta-Skulpturen. In Lecce präsentiert die Fondazione Biscozzi Rimbaud die Entwicklung von Gianni Bertini von den 1940er Jahren bis zu seiner Mec-Art-Phase.

Drei Werke in einem: Straßenfoto aus New York, schlafende Skulpturen von Paladino und Mec-Art von Bertini.

Die Technik hinter dem Blick: vom Sensor zum gebrannten Ton 📸

Phil Penman verwendet hochempfindliche Leica-Geräte, um das urbane Chaos bei widrigen Lichtverhältnissen einzufangen und erzielt Texturen, die mit analogem Korn konkurrieren. Andererseits erfordert die Serie Dormienti von Paladino eine präzise Kontrolle des Terrakotta-Brandes, um Risse in großformatigen Figuren zu vermeiden. Die Ausstellung von Bertini dokumentiert seinen Übergang zur Mec-Art, bei dem er Industriefotografie und Siebdruck einsetzte, um die Urheberschaft zu hinterfragen – ein Prozess, den heute Algorithmen zur Bildgenerierung nachahmen.

Kunst in Serie: Wenn Schlafen profitabler ist als Arbeiten 😴

Die Installation von Paladino zeigt 22 schlafende Figuren aus Terrakotta. Jemand sollte ihnen sagen, dass im zeitgenössischen Kunstmarkt ein Nickerchen auf einem Sockel eine effektivere Marketingstrategie ist als frühes Aufstehen. Währenddessen zeigen Penmans Straßenfotos New Yorker, die es sich nicht einmal leisten können, in der U-Bahn ein Nickerchen zu machen, ohne dass jemand sie fotografiert und das Bild als Kunst verkauft. Ironien des Systems.