Fluggesellschaften in Frankreich haben begonnen, nachhaltige Flugkraftstoffe (SAF) in ihren Betrieb zu integrieren, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern. Der Übergang steht jedoch vor zwei ernsthaften Problemen: Die Kosten für SAF sind bis zu fünfmal höher als die für herkömmliches Kerosin, und die globale Produktion deckt nur einen Bruchteil der Nachfrage. Obwohl der politische Wille vorhanden ist, bleibt der Weg zu einer saubereren Luftfahrt langsam und voller praktischer Hindernisse.
SAF-Technologie: Verfahren, Rohstoffe und aktuelle Grenzen ✈️
SAF werden durch Verfahren wie HEFA (Hydrierverarbeitung von Ölen und Fetten) oder Fischer-Tropsch aus Biomasse hergestellt. Zu den Rohstoffen gehören gebrauchte Speiseöle, landwirtschaftliche Abfälle oder grüner Wasserstoff in Kombination mit abgeschiedenem CO2. In Frankreich schreibt die Gesetzgebung bis 2025 einen Anteil von 2 % SAF und bis 2030 von 5 % vor. Aber die lokale Produktion reicht nicht aus: Die bestehenden Anlagen decken kaum diesen kleinen Prozentsatz. Darüber hinaus sind Zertifizierung und Vertriebslogistik kostspielige und komplexe Prozesse, die eine breite Einführung behindern.
Mit leerem Geldbeutel in die Zukunft fliegen 💸
Die Idee ist edel: Flugzeuge, die mit Frittieröl durch die Lüfte gleiten. Doch der Passagier, der sein Ticket bezahlt, bemerkt den Trick, wenn der Flugpreis um 30 % steigt, um das SAF zu finanzieren. Die Fluggesellschaften versprechen eine grüne Zukunft, aber vorerst brennt nur das Geld der Aktionäre. In der Zwischenzeit fragen sich die Popcorn im Kino des Flughafens, ob ihr gebrauchtes Öl vor dem Flugzeug in Paris ankommt.