Vor elf Jahren stellte Apple 3D Touch als taktile Revolution vor. Es versprach Verknüpfungen und Vorschauen durch unterschiedlich starkes Drücken auf den Bildschirm. Dennoch verschwand die Technologie aus den späteren iPhones und wurde durch gängigere Touch-Gesten ersetzt. Was geschah mit diesem Versprechen einer differenzierten Interaktion? Wir analysieren ihre kurze Regentschaft und ihren stillen Tod.
Die technische Komplexität hinter einem Drucksensor 🔧
Das 3D Touch integrierte eine Schicht kapazitiver Sensoren unter dem Panel, die in der Lage war, Mikroverformungen des Glases zu messen. Diese Matrix erkannte vier Druckstufen und übersetzte sie in Aktionen wie Peek and Pop. Allerdings erhöhte die Hardware Dicke und Kosten. Apple opferte die Funktionalität zugunsten dünnerer Displays und größerer Akkus und hinterließ Entwickler mit einer verwaisten API, die nur wenige wirklich nutzten.
Der Geisterknopf, den niemand vermisste 👻
Apple verkaufte uns einen digitalen sechsten Sinn: den Bildschirm zu drücken, als wäre es ein NES-Controller. Aber das verwirrte Publikum zog es vor, den Finger stillzuhalten oder zu wischen. Schließlich vereinfachte das Unternehmen alles mit einem langen Tippen. Mit anderen Worten: Wir kehrten zum Basiswissen zurück. Das 3D Touch starb wie jener Freund, der darauf besteht, Witze zu erzählen, die niemand versteht: mit Würde, aber in Einsamkeit.