Die 3D-Technologie verändert die Rechtspraxis und ermöglicht es Anwälten, Unfall- oder Tatorte mit millimetergenauer Präzision zu rekonstruieren. Ein klares Beispiel ist die virtuelle Nachstellung eines Verkehrsunfalls zur Klärung der Haftungsfrage, bei der dem Richter eine visuelle Simulation anstelle von unübersichtlichen Plänen präsentiert wird. Dies erfordert Programme wie Blender (kostenlos) oder Autodesk Maya sowie Fotogrammetrie-Werkzeuge wie RealityCapture.
Wie man einen 3D-Beweis von Grund auf erstellt 🛠️
Der Prozess beginnt mit der Datenerfassung: Laserscanner oder Drohnen generieren Punktwolken. Anschließend wandelt Software wie 3ds Max oder SketchUp diese Daten in texturierte Modelle um. Zur Animation von Fahrzeug- oder Personenbahnen werden Cinema 4D oder Unreal Engine eingesetzt. Das Ergebnis wird in Formaten wie OBJ oder FBX exportiert und über kostenlose Viewer wie Sketchfab in Gerichtspräsentationen integriert. Entscheidend ist, dass das Modell reproduzierbar und von unabhängigen Sachverständigen überprüfbar ist.
Wenn Ihr Mandant Nein sagt, sein 3D-Modell aber Ja sagt 😅
Denn ja, jetzt können Sie Ihren Mandanten mit einem einfachen Render bei einer Lüge ertappen. Während er schwört, bei 50 km/h gebremst zu haben, zeigt Ihre Simulation, dass er mit 120 km/h unterwegs war und das Stoppschild überfahren hat. Das Beste ist, dass der Richter, der früher bei schriftlichen Berichten eingeschlafen ist, jetzt wach wird, wenn er eine Animation sieht. Allerdings sollten Sie sicherstellen, dass das Modell keine Fehler aufweist, sonst müssen Sie am Ende erklären, warum Ihre Rekonstruktion eher wie eine Zeichentrickfolge als wie eine reale Szene aussieht.