Die italienische Animationsindustrie ist dem Zeichner Zerocalcare zur Seite gesprungen, nachdem anonyme Anschuldigungen schlechte Arbeitsbedingungen in seiner neuen Netflix-Serie behauptet hatten. Ein rechter Senator nutzte die Beschwerden für einen politischen Angriff, doch die beteiligten Studios bestritten die angeblichen Gehälter von 6 Euro pro Stunde und erklärten, es habe keine formellen Beschwerden gegeben. Der Fall zeigt, wie Beschwerden ohne Unterschrift im öffentlichen Diskurs instrumentalisiert werden können.
Der technische Prozess hinter der Animation der Serie 🎨
Die Produktion einer animierten Serie wie der von Zerocalcare umfasst einen Arbeitsablauf, der sich auf Storyboard, digitale 2D-Animation, Tusche und Postproduktion verteilt. Italienische Studios lagern einen Teil des Prozesses oft an kleine lokale Werkstätten oder Freiberufler aus, was eine Standardisierung der Gehälter erschwert. In diesem Fall stimmen die Vorwürfe von 6 Euro pro Stunde nicht mit den geprüften Verträgen überein, die projektbezogene Honorare vorsehen. Die Kontrolle der geleisteten Arbeitsstunden bleibt ein blinder Fleck in der Branche, in der kreative Arbeit nicht immer in festen Zeiteinheiten gemessen wird.
Der Senator, der Gespenster sah, wo nur Zeichnungen waren 👻
Es stellt sich heraus, dass ein Politiker mit viel Freizeit entdeckte, dass Anschuldigungen über niedrige Gehälter in der Animation mehr Schlagzeilen bringen als über Infrastruktur zu sprechen. Klar, es ist einfacher, einen Zeichner der Arbeitsausbeutung zu beschuldigen, als die tatsächlichen Bedingungen in den Studios zu überprüfen. Die Beschwerden waren anonym, aber der Senator nutzte sie, als wären sie ein OECD-Bericht. Am Ende waren die einzigen, die Überstunden machten, die Anwälte von Netflix, während Zerocalcare weiter zeichnet und der Politiker nach einem weiteren Trendthema sucht.