1998 veröffentlichte Nintendo in Spanien The Legend of Zelda: Ocarina of Time ohne eine einzige Textzeile auf Spanisch. Die Dialoge kamen auf Englisch, Französisch und Deutsch. Damit die Spieler die Geschichte nicht verpassten, legte das Unternehmen einen 152-seitigen Leitfaden bei, der alle übersetzten Gespräche, geordnet nach Charakteren, enthielt. Man musste das Spiel ständig anhalten, um darin nachzulesen.
Offline-Übersetzung: Ein Papierleitfaden als technischer Patch 📖
Nintendos Lösung war eminent praktisch: ein 152-seitiges Handbuch mit den ins Spanische übersetzten Dialogen, strukturiert nach Charakteren und Ereignissen. Der Spieler musste den Charakter finden, mit dem er interagierte, und den entsprechenden Text lesen. Dies bedeutete, das Spiel anzuhalten, im Index zu suchen, zu lesen und dann das Spiel fortzusetzen. Es war ein funktionales, aber langsames System, das den Spielfluss unterbrach und Geduld erforderte. Heute ist jeder digitale Lokalisierungspatch viel agiler.
Das Handbuch, das Link in einen Englischlehrer verwandelte 📚
Der 152-seitige Leitfaden diente nicht nur dazu, der Handlung zu folgen, sondern wurde für viele Jugendliche ungewollt zu einem Intensivkurs in Englisch. Manche nutzten die Gelegenheit, um Vokabeln zu lernen, während sie Hyrule retteten. Andere wiederum merkten sich die Zeilen, um so zu tun, als ob sie das Original verstanden. Letztendlich erforderte das Spiel zwei Fähigkeiten: den Controller zu bedienen und ein Buch zu handhaben. Eine Kuriosität, die heute für Schmunzeln sorgt.