Der japanische Yen ist erneut auf 160 Yen pro Dollar gefallen, nur einen Monat nachdem die Regierung Milliarden für eine massive Intervention zu seiner Stützung ausgegeben hatte. Dieser Rückgang verteuert die Importe von Lebensmitteln und Energie, was die Bürger direkt in der Geldbörse trifft. Analysten erwarten eine erneute offizielle Intervention, aber in der Zwischenzeit steigen die Preise weiter und die Kaufkraft der Bevölkerung sinkt.
Technische Interventionen: die Grenzen der Werkzeuge der Bank von Japan 💸
Die japanischen Finanzbehörden nutzen den Verkauf von Dollarreserven, um Yen zu kaufen und die Abwertung zu bremsen. Diese Strategie hat jedoch eine Grenze: Die Reserven sind nicht unendlich. Zudem hält die Bank von Japan die Zinssätze extrem niedrig, was im Gegensatz zu den Erhöhungen in den USA und Europa steht und Anleger dazu anregt, Renditen in Dollar zu suchen. Solange die Geldpolitik nicht angepasst wird, bleibt jede Intervention ein temporärer Flicken, keine strukturelle Lösung.
Der Yen und der Einkaufskorb: ein Drama mit Wasabi 🍣
Mit dem fallenden Yen ist Sushi nicht mehr das, was es einmal war. Jetzt kostet der Kauf eines importierten Lachses fast so viel wie eine Reise nach Tokio. Die Japaner schauen auf den Kassenbon im Supermarkt und denken, dass die Regierung vielleicht auch beim Preis für Tofu eingreifen sollte. Während die Spekulanten feiern, rechnet der normale Bürger aus, ob es für Reis reicht oder ob er einen Kredit für Wasabi aufnehmen muss.