Die Plaça de la Seu in Xàtiva ist erneut in den Schlagzeilen. Ein Haus mit einer Geschichte von Besetzungen wurde von den Behörden erneut zugemauert. Anstatt eine Wohnlösung zu suchen, entscheidet man sich für Ziegel und Zement. Angesichts der aktuellen Wohnungskrise wirkt diese Entscheidung eher wie ein Flickwerk denn eine Antwort. Das Gebäude bleibt leer und ungenutzt, während viele Menschen ein Zuhause brauchen.
Versiegelungstechnologie: die Methode des städtischen Pfropfens 🧱
Der Zumauerprozess verwendet grundlegende Maurertechniken: Ziegel, Mörtel und eine Farbschicht zur Tarnung. Es gibt keine Sensoren, keine intelligenten Überwachungssysteme. Es ist eine Lösung des 19. Jahrhunderts für ein Problem des 21. Jahrhunderts. In anderen europäischen Städten werden elektronische Schlösser oder Express-Sanierungsprogramme eingesetzt. Hier bevorzugt man die blinde Mauer. Die auf den sozialen Wohnungsbau angewandte Technologie könnte effizientere Alternativen bieten als eine einfache Trennwand aus Mauerwerk.
Das sicherste Haus in Xàtiva: weder Besetzer noch Mieter 🔒
Die zugemauerte Immobilie ist wahrscheinlich die sicherste in der Region. Niemand geht hinein, niemand kommt heraus. Weder Besetzer, noch Nachbarn, nicht einmal der Stromableser. Eine Festung aus Ziegeln, die ihr Inneres vor der schrecklichen Gefahr schützt, bewohnt zu werden. Währenddessen sucht nebenan eine Familie eine Wohnung und findet nur Mietpreise, die einen Kredit nahelegen. Gut, dass der Ziegel sich nicht beschwert.