Die Sängerin Vicco hat in Paris ihre Stimme erhoben, um die Urheberrechte gegenüber dem Vormarsch der künstlichen Intelligenz zu verteidigen. Ihre Botschaft ist klar: Das Training kommerzieller Systeme mit geschützten Werken ohne Erlaubnis oder Vergütung gefährdet die Kreativität und die wirtschaftliche Existenz der Künstler. Die Musikindustrie beobachtet dies aufmerksam.
Wie KI mit fremden Daten ohne Lizenz trainiert wird 🎵
Generative KI-Modelle, wie jene, die Musik oder Texte produzieren, benötigen enorme Datenmengen. In vielen Fällen enthalten diese Datensätze urheberrechtlich geschützte Lieder, Aufnahmen und Texte, die ohne ausdrückliche Genehmigung der Rechteinhaber extrahiert wurden. Obwohl es in bestimmten Ländern Ausnahmen wie Fair Use gibt, verlangt die europäische Gesetzgebung mit der Urheberrechtsrichtlinie Transparenz und Vergütung. Ohne einen klaren Rahmen sehen Künstler, wie ihre Arbeit Systeme nährt, die später mit ihnen konkurrieren. Die Lösung liegt in obligatorischen Lizenzen und Rückverfolgbarkeitssystemen.
Die KI und ihre Playlist mit ungefragt ausgeliehenen Liedern 🎶
Stell dir vor, Vicco leiht einem Hit ihre Stimme und dann nutzt eine KI diese, um 50 schreckliche Versionen zu erstellen, ohne ihr einen Cent zu zahlen. Es wäre, als ob dein Nachbar dein WLAN ohne Passwort nutzt und obendrein ein Internetcafé betreibt. Die Technologie schreitet schnell voran, aber Urheberrechte sind kein Mem, das man ohne Erlaubnis teilen kann. Dass KI von allem lernt, ist in Ordnung, solange sie nicht vergisst, zur Kasse zu gehen.