Twitch hat angekündigt, dass im Juni die Dual-Format-Funktion aktiviert wird, die es Streamern ermöglicht, gleichzeitig im Quer- und Hochformat zu senden. Mobilnutzer sehen den Inhalt dann ohne schwarze Balken im Vollbild, während auf dem Desktop das klassische Breitbildformat erhalten bleibt. Die Plattform reagiert damit auf das wachsende Konsumverhalten auf mobilen Geräten und strebt ein flüssigeres Erlebnis an, ohne den Zuschauer zu zwingen, das Telefon zu drehen.
So funktioniert die Echtzeit-Doppelcodierung 🖥️
Technisch gesehen erfordert das Dual-Format, dass der Streamer zwei verschiedene Auflösungen in seiner Übertragungssoftware wie OBS Studio konfiguriert. Twitch verarbeitet beide Videosignale parallel und verteilt sie je nach Gerät des Nutzers: das Hochformat für Mobilgeräte und das Querformat für den Desktop. Dies bedeutet einen höheren Ressourcenverbrauch auf dem Rechner des Erstellers, da er zwei gleichzeitige Videostreams rendern muss. Die Plattform empfiehlt eine stabile Internetverbindung mit mindestens 10 Mbit/s Upload, um Unterbrechungen zu vermeiden.
Das Handy gibt den Ton an, und der Streamer muss sich anpassen 📱
Endlich hat Twitch kapiert, dass das Anschauen eines Streams im Hochformat mit schwarzen Rändern so ist, als würde man einen Film durch ein Guckloch ansehen. Jetzt müssen sich die Creator gleichzeitig um zwei Bildausschnitte kümmern, als ob es nicht schon reichen würde, den Chat zu lesen und so zu tun, als interessiere sie die letzte Spende. Klar, wenn dein Handy 5 Zoll hat, mach dich auf etwas gefasst: Der Chat-Text wird so klein sein, dass du eine Lupe brauchst oder anhand der Emojis erraten musst, was gerade los ist.