Javier Tebas kündigt an, dass Künstliche Intelligenz in der nächsten Saison die Schiedsrichter auswählen wird. Er verspricht Objektivität, doch der Algorithmus wird mit menschlichen Daten trainiert, die voller Verzerrungen stecken. Er prahlt auch damit, die Piraterie um 60% reduziert zu haben, was den Wert der Liga um 130 Millionen steigert. Das klingt nach Modernität, aber KI ist nicht magisch: Sie wird von Menschen entworfen, die die Macht haben zu entscheiden, wer zahlt und wer außen vor bleibt.
Algorithmen mit Verzerrung: die falsche technische Neutralität 🤖
Ein KI-System wird mit früheren Schiedsrichterentscheidungen trainiert, von denen viele fehlerhaft oder umstritten sind. Wenn die historischen Daten Bevorzugungen oder menschliche Fehler enthalten, wird die Maschine diese replizieren. Tebas verkauft Neutralität, aber der Algorithmus ist eine Blackbox, in der derjenige, der die Daten kontrolliert, auch das Ergebnis kontrolliert. Die Technologie kann das Spiel verbessern, aber auch als Ausrede dienen, um Entscheidungen zu rechtfertigen, ohne Rechenschaft abzulegen. Die versprochene Transparenz ist nur ein Slogan.
KI und Piraterie: der VAR aus der Tasche des Fans 💰
Der Kampf gegen die Piraterie reduziert den kostenlosen Zugang zum Fußball, senkt aber nicht die Preise. Tebas feiert die Wertsteigerung der Liga, erwähnt aber nicht diejenigen, die sich dreißig Euro im Monat nicht leisten können. Die KI, so sagt man, sei objektiv. Klar, so objektiv wie ein Algorithmus, der entscheidet, dass das Anschauen deines Teams mehr kostet als ein Abendessen. Am Ende presst das Geschäft den letzten Cent aus, während der Fan auf der virtuellen Tribüne sitzt und zusieht, wie Fußball zu einem Luxusprodukt wird.