Vor zwei Jahrzehnten setzte Superman Returns auf einen melancholischen Ton und vergaß, dass das Publikum Flüge und Fäuste sehen will. Nun stolpert James Gunns neue Supergirl mit einem schwachen Start an den Kinokassen. Die Lektion wiederholt sich: Ohne Gleichgewicht zwischen Emotion und Unterhaltung verlieren selbst die ikonischsten Helden ihren Glanz vor einem Publikum, das Spektakel fordert.
Der Algorithmus des Helden: Wenn CGI das Drehbuch nicht ausgleicht 🎬
Die Studios vertrauen auf Render-Engines wie Unreal Engine 5, um realistische Welten zu erschaffen, vergessen aber, dass Technologie eine flotte Erzählweise nicht ersetzt. Im Fall von Supergirl sind die Actionszenen rar und die ausgedehnten Dialoge verlangsamen das Tempo. Das heutige Publikum, gewöhnt an schnelle Rhythmen von TikTok und Videospielen, verlässt den Saal, wenn nicht alle paar Minuten ein Effekt einschlägt. Die Formel versagt, wenn das Drama die Unterhaltung überwiegt.
Die Kryptonierin, die ihren Umhang (und ihr Charisma) vergaß 💥
Supergirl nachdenklich im Weltraum schweben zu sehen, ist hübsch, aber der Zuschauer bezahlt den Eintritt, um sie Lastwagen werfen zu sehen. Es scheint, als hätte James Gunn Reife mit Langeweile verwechselt, und nun hat die Cousine von Superman weniger Action als eine National Geographic-Dokumentation. Wenn der nächste Film keinen Kampf gegen einen Riesenroboter enthält, könnte die Figur im selben Vergessen enden wie Supermans Brandon Routh: eingefroren in der Bedeutungslosigkeit.