Frankreich hat Nintendo mit 35 Millionen Euro bestraft, weil das Unternehmen zwischen 2018 und 2020 das Drift-Problem der Joy-Con verschwiegen hat. Der Fehler verursacht ungewollte Bewegungen und betrifft Millionen von Konsolen. Die Strafe klingt nach einem Sieg, doch die Realität sieht anders aus: Das Unternehmen hatte diese Ausgabe bereits als weiteren Betriebskostenposten in seinen globalen Finanzbilanzen eingeplant.
Drift ist kein Defekt, sondern ein Designmerkmal 🎮
Drift ist ein struktureller Fehler: Die Kohlenstoffbahnen des Potentiometers nutzen sich bei normalem Gebrauch ab und erzeugen Staub, der den elektrischen Kontakt blockiert. Es geht nicht um äußere Verschmutzung, sondern um ein Design, das die Abnutzung durch Tausende von Zyklen nicht aushält. Nintendo wusste das und hat die Komponenten nicht geändert. Die französische Geldstrafe verlangt keine kostenlosen Reparaturen außerhalb der Garantie. Der Nutzer zahlt weiterhin zwischen 40 und 80 Euro für einen Fehler, den das Unternehmen seit 2017 kennt.
35 Millionen Euro: der Preis eines Super-Bowl-Werbespots 💰
Nintendo hat im letzten Jahr mehr als 12 Milliarden Euro Umsatz erzielt. Die französische Geldstrafe entspricht 0,29 % seiner Jahreseinnahmen, weniger als das, was es für ein Wochenende Marketing ausgibt. Das Lustige an der Sache ist, dass das Unternehmen bereits dieselben Joy-Con für die nächste Konsole bereithält, denn Drift bremst den Verkauf nicht. Die Bürger feiern die Strafe, aber Nintendo lacht sich auf dem Weg zur Bank ins Fäustchen, während der Nutzer weiterhin defekte Controller kauft, als wären sie Sammlerstücke.