Ein paralympischer Kugelstoßer starb 2017 in London, als der Trainingskäfig über ihm zusammenbrach. Die Staatsanwaltschaft stellte fest, dass entscheidende Teile der Struktur fehlten. UK Athletics und sein ehemaliger Direktor sehen sich nun Verurteilungen wegen fahrlässiger Tötung und Sicherheitsverstößen gegenüber. Der Fall zeigt, wie schwerwiegende Mängel an Sportgeräten Leben kosten können.
Die Technik des Käfigs: Wo das Design versagte ⚙️
Wurfkäfige sind dafür ausgelegt, die Wucht von bis zu 7 Kilogramm schweren Kugeln bei hohen Geschwindigkeiten aufzufangen. In diesem Fall fehlten der Struktur laut Gutachten Befestigungsschrauben und kritische Schweißnähte. Das Metall gab aufgrund von Ermüdung und mangelnder Wartung nach. Es handelte sich nicht um einen versteckten Mangel, sondern um eine offensichtliche Fahrlässigkeit bei der technischen Überwachung. Die britischen Sicherheitsstandards schreiben regelmäßige Überprüfungen vor, die hier nicht eingehalten wurden.
Der Käfig, der nicht einmal sein eigenes Gewicht ertrug 🤡
Anscheinend hat UK Athletics das Wort Käfig mit Dekoration verwechselt. Eine Konstruktion zum Auffangen von Kugelstößen, die nicht einmal ihr eigenes Gerüst tragen konnte. Vielleicht dachten sie, Schrauben seien optional, wie die Extras bei einem Billigauto. Das Ironischste ist, dass sich der Athlet auf eine Meisterschaft vorbereitete und der Käfig beschloss, sich vor ihm zurückzuziehen. Gut, dass die Sicherheit oberste Priorität hatte.