Der visuelle Realismus bei der Darstellung von Fleischalternativen ist eine zentrale technische Herausforderung für die Lebensmittelindustrie. Das Veteado, auch Marmorierung genannt, ist die Verteilung von intramuskulärem Fett, die die Textur und Saftigkeit von Fleisch definiert. Die digitale Nachbildung in 3D-Modellen von Kunstfleisch ermöglicht es Pädagogen und Designern, das Aussehen von pflanzlichen und kultivierten Produkten präzise darzustellen und so die Akzeptanz der Verbraucher durch fotorealistische Bilder zu fördern.
Scannen und Textur-Mapping zur Simulation von Muskelfasern 🥩
Um eine glaubwürdige Marmorierung zu erreichen, wird hochauflösende Fotogrammetrie an echten Scheiben von pflanzlichem Fleisch (wie solchen auf Basis von Soja- oder Erbsenprotein) und im Labor gezüchtetem Fleisch eingesetzt. Der Scan erfasst die Anordnung der Fettadern und Muskelfasern. Anschließend wird in Software wie Blender oder Substance Painter eine Displacement-Map erstellt, die die Rauheit und Vertiefungen der Marmorierung nachbildet. Die Simulation der Fasern wird durch Normal- und Ambient-Occlusion-Maps verstärkt, sodass das Licht realistisch auf die weißen Fettadern und den rötlichen Ton des Muskels fällt. Diese Technik ermöglicht es dem 3D-Modell, die Textur aus jedem Winkel zu zeigen und das Aussehen eines gekochten oder rohen Steaks nachzuahmen.
Bildungswirkung fotorealistischer Darstellungen 📚
Aufklärungskampagnen zur Ernährung profitieren enorm von diesen Modellen. Indem ein pflanzlicher Burger mit einer Marmorierung präsentiert wird, die der von tierischem Fleisch identisch ist, wird die visuelle Ablehnung verringert und der Konsum nachhaltiger Alternativen normalisiert. Das 3D-Modelling ermöglicht zudem die Animation von Querschnitten, die die innere Struktur zeigen und erklären, wie pflanzliche Fette (wie Kokosöl) die Textur von tierischem Fett imitieren. So wird die 3D-Technologie zu einem leistungsstarken didaktischen Werkzeug, um über Ernährung und Nachhaltigkeit aufzuklären, ohne auf echte Tierbilder zurückgreifen zu müssen.
Als Experte für 3D-Texturierung: Welche Techniken des prozeduralen Modellings oder physikalischen Simulationen empfiehlst du, um die unregelmäßige Verteilung von intramuskulärem Fett in pflanzlichen Fleischstücken präzise nachzubilden, und wie beeinflusst dies die visuelle Wahrnehmung des Endprodukts in Bildungsumgebungen?
(PS: Einen Apfel in 3D zu modellieren ist einfach, schwierig ist es, dass er nicht wie eine Kugel mit roter Textur aussieht)