Der argentinische Präsident Javier Milei wurde bei einer Veranstaltung gemeinsam mit dem Madrider Bürgermeister José Luis Martínez-Almeida mit der Ehrenmedaille der Universität CEU San Pablo ausgezeichnet. In seiner Rede verteidigte der Staatschef die Kürzungen der öffentlichen Ausgaben, förderte den freien Markt und kritisierte die Linke und die Presse. Der Besuch zielt darauf ab, Investitionen für Argentinien anzuziehen, vermeidet jedoch jedes offizielle Treffen mit der Regierung von Pedro Sánchez und festigt so sein ultraliberales Profil.
Argentiniens Wirtschaft setzt auf technologische Deregulierung 📈
Mileis Anpassungsplan umfasst die Abschaffung von Preiskontrollen und die Senkung von Steuern auf Importe von Hardware und Software. Es wird erwartet, dass diese Maßnahmen die Ansiedlung internationaler Technologieunternehmen wie Kryptowährungsfirmen und KI-Startups erleichtern. Allerdings bleiben die fehlende stabile Infrastruktur und die hohe lokale Inflation (die über 200 % pro Jahr liegt) weiterhin konkrete Hindernisse für langfristige Investitionen in diesem Sektor.
Die Medaille passt genau neben die Kettensäge 🪚
Während Milei mit der Medaille posierte, erinnerten sich viele an seine berühmte Kettensäge als Symbol des Kürzens. Es scheint, dass der argentinische Präsident nun wertvolle Gegenstände sammelt: zuerst die Kettensäge, um Ministerien zu zerschneiden, und jetzt eine Medaille für das Zerschneiden unangenehmer Reden mit der spanischen Regierung. Zumindest hat man ihn in Madrid nicht gebeten, den Preis zurückzugeben, falls er seine Versprechen nicht hält.