Der Rechtsstreit zwischen dem Luxushaus Louis Vuitton und dem Casino Maryland Live! verschärft sich. Das französische Unternehmen beschuldigt die Einrichtung, ein nahezu identisches Design zu seinem ikonischen Monogramm auf Werbetaschen und -rucksäcken zu verwenden. Obwohl die Marke die Einstellung der Kampagne forderte, wiederholte das Casino den Verstoß bei einer Verlosung, was Louis Vuitton dazu veranlasste, eine einstweilige Verfügung zu beantragen und bis zu 2 Millionen Dollar für jedes gefälschte Produkt zu fordern.
Das LV-Muster im Zeitalter der digitalen Vervielfältigung 🧬
Aus technischer Sicht zeigt der Fall die Grenzen des Schutzes geistigen Eigentums im Grafikdesign auf. Das LV-Monogramm, als dreidimensionale Marke eingetragen, kombiniert sich wiederholende Muster und eine spezifische Geometrie. Die Verteidigung des Casinos könnte argumentieren, dass sein Design eine generische Abwandlung floraler Motive sei, keine exakte Reproduktion. Allerdings ermöglichen aktuelle Mustererkennungssysteme Marken, Verstöße millimetergenau zu verfolgen, sei es in Textilien, im Einzelhandel oder in digitalen Umgebungen wie Online-Casinos.
Wenn das Casino auf Verlust setzt (und nicht am Roulettetisch) 🎰
Es scheint, als hätte man im Maryland Live! gedacht, Luxus sei eine Sache des Glücks. Denn wenn man bereits weiß, dass Louis Vuitton einen zur Einstellung aufgefordert hat, und dann die Verlosung mit denselben Taschen wiederholt, spielt man Poker mit einem Blatt gezinkter Karten. Das Merkwürdige ist, dass das Casino, ein Experte in der Berechnung von Wahrscheinlichkeiten, das Risiko nicht einschätzen konnte, sich einer Anwaltskanzlei zu stellen, die über mehr Ressourcen verfügt als ein Spielautomat. Am Ende wird der einzige Jackpot hier die Anwaltsrechnung sein.