Die Saison 2025-26 von LaLiga EA Sports beginnt am 15.-16. August, nachdem ein Schiedsverfahren den Antrag der AFE auf einen späteren Start abgelehnt hatte, damit die Nationalspieler der WM 2024 sich erholen können. Die Liga setzte ihren Kalender durch. Die Debatte ist keine rechtliche, sondern eine Frage der Prioritäten: der wirtschaftliche Nutzen der großen Vereine und Fernsehsender gegenüber der körperlichen Belastung der Fußballer.
Der Algorithmus des Geschäfts: Wenn der Code die Erschöpfung belohnt ⚙️
Hinter dieser Entscheidung steckt ein bis ins kleinste Detail berechnetes Geschäftsmodell. Die Streaming-Plattformen und Bezahlsender programmieren ihre Sendepläne, um die Einschaltquoten zu maximieren, und die Kalenderverwaltungssoftware von LaLiga priorisiert die Spiele der großen Vereine zu Zeiten mit hoher Nachfrage. Die biomedizinischen Sensoren, die die Muskelbelastung der Spieler messen, existieren, werden aber nicht genutzt, um den Kalender anzupassen; sie werden genutzt, um Daten an Wettbüros zu verkaufen. Der Code ist so geschrieben, dass die Show niemals aufhört, auch wenn die Muskeln sagen, es reicht.
Sollen sie doch 70 Spiele machen, dafür werden sie ja bezahlt (und verletzen sich) 💥
Der Durchschnittsfan will alle drei Tage Fußball sehen, beschwert sich aber dann, wenn Mbappé oder Vinicius eine halbe Saison wegen Muskelverletzungen verpassen. Das Schiedsverfahren ignorierte medizinische Berichte, die davor warnen, dass mehr als 55 Spiele pro Jahr das Risiko von Muskelrissen drastisch erhöhen. Aber was wissen die Ärzte schon im Vergleich zu den Fernsehverträgen? Hauptsache, es gibt immer einen anderen jungen Spieler, den man verheizen kann. Gesundheit ist teuer; ein Spiel am Freitagabend nicht.